WEBINAR: Beschaffung von Cloud-Leistungen mit den EVB-IT am 29.09.2020 von RA Norman Müller

Norman Müller hält am 29. September 2020 in Berlin ein Webinar zum Thema „Beschaffung von Cloud-Leistungen mit den EVB-IT“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Die Beschaffer der öffentlichen Hand sind in aller Regel verpflichtet, die EVB-IT anzuwenden. Bisher steht jedoch kein Vertragsmuster für die Beschaffung von Cloud-Leistungen und ähnlichen Leistungen zur Verfügung, obwohl der Wunsch vieler Behörden, dem Markttrend folgend, dahin geht, verstärkt solche Leistungen einzukaufen.

Dieses Webinar setzt sich u.a. mit den zentralen Fragen IT-Sicherheit und Datenschutz im Zusammenhang mit Cloud-Leistungen auseinander und stellt Möglichkeiten und Grenzen der Beschaffung für verschiedene Arten von Cloud Leistungen unter diesen Aspekten dar. Dabei werden die aktuelle Rechtslage ebenso berücksichtigt wie die Beschlüsse des IT-Rats für den Bund und die des IT-Planungsrats für Bund, Länder und Kommunen.

Das Webinar zeigt außerdem die Möglichkeiten auf, wie Cloud-Leistungen mit den vorhandenen EVB-IT Vertragstypen beschafft und wie diese sinnvoll in das Vergabeverfahren integriert werden können.

In diesem Zusammenhang werden unter anderem notwendige und sinnvolle Regelungen zu technischen Fragen, z.B. Verfügbarkeit, SLA etc. sowie Preis – und Abrechnungsmodelle dargestellt und aufgezeigt, was das jeweils für die Ausgestaltung des Vergabeverfahrens bedeutet, insbesondere wie eine Vergleichbarkeit der Angebote ermöglicht werden kann.

Themenüberblick:

  • Grundsätzliche rechtliche Fragenstellungen im Zusammenhang mit Cloudleistungen, u.a.
    • Vertragscharakter
    • Datenschutz und IT-Sicherheit
    • Besonderheiten bei Cloud-Anbietern aus dem Nicht-EU-Ausland
    • Einbeziehung von Standards und Anforderungskatalogen für Cloud-Leistungen, z.B. C 5 des BSI
  • Geeignete EVB-IT Vertragsbasis für Cloud-Leistungen
    • EVB-IT System vs. EVB-IT Dienstleistung
    • weitere ggf. geeignete EVB-IT?
  • Sinnvolle Ergänzungen und Änderungen:
    • Regelungen zur Laufzeit und Kündigungsrechte
    • Regelungen im Zusammenhang mit technischen Aspekten, u.a.:
      • der Verfügbarkeit und deren Vergleichbarkeit bei verschiedenen Anbietern,
      • verschiedenen Performanceparametern,
      • Service Level Agreement (SLA)-Regelungen,
    • Monitoring, Protokollierung
    • Gutschriften bzw. Vertragsstrafen, Möglichkeiten und Grenzen

Zur Teilnahme an diesem Webinar (Kurze Erklärung: Was ist das?) benötigen Sie lediglich einen Internetbrowser und Internetzugang. Es handelt sich um eine webbasierte Software, die keine Installation erfordert und es gelten diese Hardwarevoraussetzungen für unsere Plattform. Weitere Informationen zur Teilnahme und zu den technischen Voraussetzungen erklärt dieses kurze Video. Ihre Zugangsdaten sowie weitere relevante Informationen erhalten Sie nach Anmeldung.

Anmeldung:

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.

WEBINAR: Agile Softwareentwicklung mit den EVB-IT am 08.10.2020 – RA Norman Müller

Herr Rechtsanwalt Norman Müller referiert am 8. Oktober 2020 in Berlin zum Thema „Agile Softwareentwicklung mit den EVB-IT“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Agile Softwareentwicklung erfreut sich auch in der öffentlichen Verwaltung zunehmender Beliebtheit. Immer öfter zeigt sich dabei aber auch, dass die Auswahl geeigneter, leistungsfähiger Anbieter und die Vertragsgestaltung nicht trivial sind. Agile Projekte, bei denen z.B. der Anbieter nur nach allgemeinen Kriterien und anhand der Höhe von Stundensätzen ausgewählt wurde bzw. bei denen es an hinreichenden (vertraglichen) Steuerungsmechanismen fehlt, geraten oft in Schieflage und erweisen sind als langwierig und teuer.

Die Beschaffer der öffentlichen Hand sind nach dem jeweils geltenden Haushaltsrecht in aller Regel verpflichtet, die verschiedenen EVB-IT Vertragsmuster anzuwenden. Bisher steht jedoch kein Vertragsmuster für die agile Softwareentwicklung zur Verfügung. Die vorhandenen und vielfach genutzten EVB-IT Erstellung gehen von klassischer Softwareentwicklung nach dem Wasserfallmodell aus.

Dieses Webinar zeigt die Möglichkeiten auf, wie mit den vorhandenen EVB-IT Vertragstypen (insbesondere EVB-IT Erstellung und EVB-IT Dienstleistung) agile Softwareentwicklungsleistungen vereinbart werden können und wie diese sinnvoll in das Vergabeverfahren zu integrieren sind.

In diesem Zusammenhang werden und anderem Preis – und Abrechnungsmodelle bei agiler Softwareentwicklung, z.B. der agile Festpreis dargestellt und aufgezeigt, was das jeweils für die Ausgestaltung des Vergabeverfahrens bedeutet, insbesondere wie eine Vergleichbarkeit der Angebote ermöglicht werden kann.

Weitere notwendige und sinnvolle Ergänzungen bzw. Veränderungen werden vorgestellt.

Anmeldung:

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.

https://www.fuehrungskraefte-forum.de/teilnehmerauswahl.jsp?v_id=5566
Pra­xis­se­mi­nar „EVB-IT Sys­tem­ver­trä­ge“ am 12. + 13.11.2018 von Nor­man Mül­ler

Am 12. und 13. November 2018 referiert Norman Müller in Berlin zum Thema „EVB-IT Systemverträge“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Weitere Termine in 2019 voraussichtlich am:

21./22.05.2019 in Berlin sowie

18./19.11.2019 in Berlin

Die EVB-IT, die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen, sind mit Vertretern der IT-Industrie abgestimmte Vertragsbedingungen der Öffentlichen Hand, die diese zur Beschaffung von IT-Leistungen auf Basis der VOL/A und VOL/B einsetzt. Hierzu verhandelt regelmäßig eine Arbeitsgruppe des Kooperationsausschusses Automatisierte Datenverarbeitung Bund /Länder/Kommunaler Bereich (KoopA ADV), der auch der Seminarleiter angehört, unter Leitung des Bundesministeriums des Innern mit einer Verhandlungsdelegation des BITKOM. Nunmehr untersteht diese Arbeitsgruppe dem neu geschaffenen IT-Planungsrat. Die EVB-IT lösen seit 2002 nach und nach die Vorgängerbedingungen, namentlich die „Besonderen Vertragsbedingungen für die Beschaffung DV-technischer Anlagen und Geräte“ (BVB) ab.

Der EVB-IT-Systemvertrag wurde 2007 nach langen Verhandlungen mit den Vertretern der Industrie durch das BMI veröffentlicht. Er stellt in mehreren Punkten eine Abkehr von den vorher einvernehmlich verabschiedeten einfachen EVB-IT dar. Erstmals wird die Erbringung einer komplexen Gesamtleistung in einem Vertrag auf werkvertraglicher Grundlage abgebildet. Ziel ist die Erstellung eines funktionierenden Gesamtsystems, i. d. R. bestehend aus Hard- und Software unter der Gesamtverantwortung des Auftragnehmers. Im Herbst 2012 ist der neue EVB-IT Systemvertrag veröffentlicht worden. Die neuen EVB-IT System, wie die korrekte Bezeichnung nun lautet, sind besser und praxisnäher geworden. Es sind hier die Erfahrungen der Anwender aus nahezu fünf Jahren Nutzung der Vorversion eingeflossen.

Der EVB-IT-Systemlieferungsvertrag ist die konsequente Fortsetzung der mit dem Systemvertrag verfolgten Linie, die Beschaffung von mehreren verschiedenartigen, aber zusammengehörigen Leistungen in einem Vertrag abzubilden, um einheitliche und die Gesamtverantwortung des Auftragnehmers sicherzustellen. In Abgrenzung zum EVB-IT-Systemvertrag dient der Systemlieferungsvertrag zum Erwerb von einfacher gelagerten Hard- und Softwareleistungen auf kaufvertraglicher Basis. Er wurde im Jahre 2010 einvernehmlich mit der Industrie veröffentlicht und erfreut sich bereits jetzt großer Beliebtheit.

Dieses Seminar ist vor allem für Praktiker gedacht, die bereits Erfahrung im Umgang mit den EVB-IT haben, über Grundlagenwissen verfügen und ihre vorhandenen Kenntnisse vertiefen möchten. Die Teilnehmer erfahren Details zu beiden Vertragstypen und setzen sich intensiv mit den AGB und den Vertragsformularen auseinander. Sie sollen lernen, die Verträge praktisch zu verwenden und damit kleinere und mittlere IT-Projekte selbst abzuwickeln. Demgemäß nimmt die praktische Übung anhand von Beispielfällen breiten Raum ein.

Themenüberblick

  • Anwendungsbereich, Rechtliche Grundlagen
  • Abgrenzung von System- und Systemlieferungsvertrag
  • AGB
  • Vertragsformular
  • Anlagen, insb. Vergütungszusammenfassung bzw. Nutzungsrechtsmatrix
  • Die Systemverträge im Vergleich
  • Praktische Verwendung der Verträge im Vergabeverfahren
  • Praxisübungen

Anmeldung

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.

Se­mi­nar „EVB-IT In­ten­siv“ am 23. + 24.04.2018 in Ber­lin von Nor­man Mül­ler

Norman Müller referiert am 23. und 24. April 2018 in Berlin für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels zum Thema „EVB-IT Intensiv“.

Weitere Termine in 2018:

17. + 18. Oktober 2018 in Berlin

Die EVB-IT, die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen, sind mit Vertretern der IT-Industrie abgestimmte Vertragsbedingungen der Öffentlichen Hand, die diese zur Beschaffung von IT-Leistungen auf Basis der VOL/A und VOL/B einsetzt. Hierzu verhandelt regelmäßig eine Arbeitsgruppe des Kooperationsausschusses Automatisierte Datenverarbeitung Bund/Länder/Kommunaler Bereich (KoopA ADV), der auch der Seminarleiter angehört, unter Leitung des Bundesministeriums des Innern mit einer Verhandlungsdelegation des BITKOM. Nunmehr untersteht diese Arbeitsgruppe dem neu geschaffenen IT-Planungsrat. Die EVB-IT lösen seit 2002 nach und nach die Vorgängerbedingungen, namentlich die „Besonderen Vertragsbedingungen für die Beschaffung DV-technischer Anlagen und Geräte“ (BVB) ab.

Sowohl im Bund als auch in den Ländern ist die Anwendung der EVB-IT bzw. der noch geltenden BVB aufgrund des Haushaltsrechts verbindlich vorgegeben. Für den Bund ergibt sich dies aus der Verwaltungsvorschrift zu § 55 BHO und in den Ländern aus entsprechenden Anwendungserlassen.

Dieses Seminar ist vor allem für Praktiker gedacht, die bereits Erfahrung im Umgang mit den EVB-IT haben, über Grundlagenwissen verfügen und ihre vorhandenen Kenntnisse vertiefen möchten. Die Teilnehmer erfahren mehr über die rechtlichen Grundlagen der EVB-IT. Anhand eines Vergleichs mit den gesetzlichen Regelungen sollen die Teilnehmer bestimmte Regelungen in den EVB-IT besser verstehen und ggf. auch sinnvolle Ergänzungen oder Änderungen vornehmen können. Breiten Raum nehmen die Übungen der praktischen Verwendung der EVB-IT und deren sinnvolle Einbeziehung in das Vergabeverfahren ein. Die Teilnehmer erfahren,

  • wie und in welchem Maße verschiedene EVB-IT miteinander kombiniert werden können und in welchen Fällen stattdessen die Verwendung der komplexen EVB-IT, namentlich die Nutzung des EVB-IT-Systemvertrages oder des -Systemlieferungsvertrages sinnvoll erscheint.
  • wie die EVB-IT ordnungsgemäß in das Vergabeverfahren integriert werden, wie diese genutzt werden, um praxisgerechte Angebote einzuholen und welche Varianten es hierbei gibt.
  • wie typische Fehler beim Ausfüllen der Vertragsformulare, bei der Änderung bzw. beim Hinzufügen eigener Regelungen und bei der Verwendung im Vergabeverfahren vermieden werden können.

Seminarablauf

(Themenüberblick 1. und 2. Tag, jeweils 09:30 – 17:30 Uhr)

  • Rechtliche Grundlagen der EVB-IT
  • wesentliche Regelungsinhalte
  • rechtliche Bedeutung und Abweichung zur gesetzlichen Regelung
  • Sinnvolle Ergänzungen und Änderungen der EVB-IT
  • Kombination von mehreren EVB-IT
  • Verwendung von EVB-IT System- bzw. Systemlieferungsvertrag
  • Der praktische Einsatz der EVB-IT im Vergabeverfahren anhand eines Beispielfalles
  • Weitere Praxisübungen anhand von Beispielfällen

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfe-Forums.

Pra­xis­se­mi­nar „IT-Si­cher­heits­recht für Be­hör­den“ am 27.02.2018 von Cars­ten Ger­lach

Am 27. Februar 2018 referiert unser auf IT-Recht spezialisierter Kollege Carsten Gerlachin Berlin zum Thema „IT-Sicherheitsrecht für Behörden“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Das IT-Sicherheitsrecht ist eine unübersichtliche Querschnittsmaterie – daran ändert auch das IT-Sicherheitsgesetz nichts. Rechtliche Maßstäbe und Regelungen für die Sicherheit der Informationstechnologie finden sich verstreut in diversen Gesetzen und Verordnungen, so z. B. in den Datenschutzgesetzen, im Strafgesetzbuch, aber auch im Gesellschaftsrecht. Gleichwohl ist ein Überblick über den rechtlichen Rahmen der IT-Sicherheit für Führungskräfte und IT-Verantwortliche in Behörden unerlässlich. IT-Schutz ist Managementpflicht – bei Nichtbeachtung drohen schlimmstenfalls strafrechtliche Konsequenzen!

Das Seminar wendet sich an alle, die mit dem Betrieb und der Absicherung von EDV und IT-Systemen oder dem Schutz von Daten und IT-Infrastruktur verantwortlich betraut sind. Diese „IT-Entscheider“ erhalten einen Überblick über den Rechtsrahmen der IT-Sicherheit anhand praxisrelevanter Leitfragen:

  • Was muss ich umsetzen? Zu welchen Maßnahmen bin ich überhaupt gesetzlich verpflichtet? Was ändert sich durch das IT-Sicherheitsgesetz?
  • Welche Folgen drohen, wenn ich gebotene Maßnahmen nicht umsetze? Welcher ggf. persönlichen Haftung unterliege ich z. B. bei unzureichenden oder gänzlich fehlenden IT-Sicherheitsmaßnahmen?
  • Was darf ich umsetzen? Welche Sicherheitsmaßnahmen sind rechtlich zulässig? Welche Grenzen stecken die Gesetze?
  • Welche rechtlichen Folgen können sicherheitsrelevante Vorfälle haben? Welche zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen haben Sicherheitsvorfälle?

Themenüberblick:

Was ist „IT-Sicherheitsrecht“?  – Rechtsgrundlagen und Rechtsquellen

Warum muss ich tätig werden? – IT-Sicherheit als Managementpflicht

  • Fehlende Schutzmaßnahmen als Straftat und Ordnungswidrigkeit
  • Bußgelder und Schadenersatzansprüche

Was muß ich umsetzen? – Rechtliche Verpflichtungen und Vorgaben

  • Technische und organisatorische Datenschutzmaßnahmen
  • Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzepte
  • Behördliche und betriebliche Datenschutzbeauftragte
  • Mitarbeiterschulungen
  • Schutz der Telekommunikation / Fernmeldegeheimnis
  • IT-Sicherheit beim Outsourcing und der Auftragsdatenverarbeitung
  • IT-Sicherheit beim Cloud Computing
  • Lizenz-Compliance
  • Der IT-Sicherheitsbeauftragte
  • Berücksichtigung von IT-Sicherheit im Vergabeverfahren

Was darf ich umsetzen? – Rechtliche Grenzen typischer Sicherheitsmaßnahmen

  • Grundlagen des Beschäftigtendatenschutz
  • Überwachung von E-Mails und Internet-Verkehr
  • Einsatz von Spamfiltern, Virenscannern und Firewalls
  • Logfiles: Protokollierung und Auswertung des Datenverkehrs
  • Videoüberwachung
  • Einsatz von Backup- und Archivierungssystemen

Was passiert bei Störfällen? – Rechtliche Folgen bei sicherheitsrelevanten Vorfällen

  • Die „data breach notification“
  • Strafrechtlicher Schutz: Ausspähen und Abfangen von Daten, Datenveränderung und Datenunterdrückung, Computersabotage
  • Zivilrechtlicher Schutz: Schadensersatz und Unterlassung

Anmeldung

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.

Pra­xis­se­mi­nar „Soft­ware­li­zenz­ma­nage­ment der öf­fent­li­chen Hand“ am 28.02.2018 von Nor­man Mül­ler

Norman Müller referiert am 28. Februar 2018 in Berlin zum Thema „Softwarelizenzmanagement der öffentlichen Hand“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Angesichts angespannter Haushaltslage und leerer Kassen stellt sich zunehmend auch innerhalb der öffentlichen Hand die Frage nach einem effizienten Lizenzmanagement. Umso wichtiger wird dies angesichts immer komplexerer Lizenzmodelle der großen Hersteller von Standardsoftwareprodukten. Aufgrund weitgehend eingetretener Sättigung der Märkte mit Software erschließen sich die Softwarehersteller in den letzten Jahren neue Einnahmequellen vor allem durch immer ausgefeiltere Lizenzmodelle. Als ebenso einträglich haben die Hersteller aber auch die regelmäßige Prüfung der Einhaltung der Lizenzbedingungen erkannt. Einige Hersteller sind bereits standardmäßig zu jährlichen Audits übergegangen, weitere werden folgen. Aber auch die herstellerseitige Lizenzberatung, z. B. durch Software Advisors oder Software Asset Management Spezialisten der Hersteller, nimmt zu. Nicht immer trägt diese den tatsächlichen und vor allem den rechtlichen Gegebenheiten Rechnung-? so ist kaum zu erwarten, dass ein Hersteller die rechtliche Unwirksamkeit von Regelungen in Lizenzverträgen, z. B. von Übertragungsverboten bei der Prüfung des Lizenzumfangs zu Gunsten der Behörde berücksichtigt.

Das Seminar gibt einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen der Lizenzierung von Software und die sich daraus ergebenden praktischen Fragen des Lizenzmanagements. Dabei werden aus Praxissicht auch häufig vernachlässigte Themen betrachtet, wie die Kompatibilitätsprüfung bei der Verwendung von Open-Source-Software. Die Teilnehmer sollen ebenfalls von der praktischen Erfahrung des Referenten bei Software-Audits auf beiden Seiten profitieren.

Weiteres Spezialthema ist der Umgang mit Lizenzen aus den Konditionenverträgen des Bundes mit Microsoft, aufgrund derer ein Großteil der innerhalb der öffentlichen Hand verwendeten Microsoft-Lizenzen beschafft wurde und wird.

Themenüberblick:

Die Liste der zu behandelnden Themen sowie auch der Zeitrahmen werden jeweils in Abhängigkeit von den zu Beginn des Seminars von den Teilnehmern geäußerten Wünschen gestaltet, so dass es sowohl zu einer anderen Reihenfolge der Themen als auch zu unterschiedlichen Zeitansätzen für die Themenkreise kommen kann.

Kurzeinführung in das Softwareurheber- und Softwarevertragsrecht

  • Rechtsnatur von „Softwarelizenzverträgen“
  • typische Vertragsgestaltungen
  • Lizenzarten (z. B. OEM-Lizenzen, Volumenlizenzen)
  • Übertragbarkeit von Lizenzen, Möglichkeiten und Grenzen
  • Folgen von Lizenzverstößen

Verwaltung von Softwarelizenzen

  • Bestandsermittlung und Compliance-Checks: Abgleich installierter Umfang vs. Lizenzumfang
  • Bestandsverwaltung, Anforderungen an die Dokumentation
  • Lizenznachweise, praktische Sicherung der Lizenzbedingungen, typische Anforderungen der Hersteller
  • Fristenverwaltung, z. B. für auslaufende Pflegeverträge, ggf. Optionen bzw. Kündigungsfristen bei gemieteter Software bzw. ASP-/Cloud- und ähnlichen Lizenzmodellen
  • Probleme der Softwareverteilung, z. B. Verwendung von Lizenzschlüsseln, zusätzliche erforderliche Kopien
  • Umgang mit Unter- und sonstigen Fehllizenzierungen, Verhaltenstipps bei Audits

Verlagerung/Übertragung von Lizenzen

  • behördeninterne Verlagerung von Lizenzen
  • Übertragung von Lizenzen innerhalb der öffentlichen Hand
  • Übertragung von Lizenzen an Dritte außerhalb der öffentlichen Hand

Thema Gebrauchtsoftware: Was geht, was geht nicht nach der Entscheidung des EuGH

Lizenzmanagement bei Open-Source-Software – ein Widerspruch in sich?

  • Kompatibilitätsprüfung
  • weitere Merkpunkte beim Einsatz von OSS

Spezialfall: Möglichkeiten und Grenzen der Übertragung von Nutzungsrechten aus den Konditionenverträgen des Bundes mit Microsoft

Anmeldung

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.

Se­mi­nar „Ein­füh­rung in die EVB-IT“ am 06.03.2018 von Nor­man Mül­ler

Am 6. März 2018 referiert Norman Müller in Berlin zum Thema „Einführung in die EVB-IT“ für das Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels.

Weitere Termine in 2018:
26.09.2018 – Berlin

Die EVB-IT, die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen, sind mit Vertretern der IT-Industrie abgestimmte Vertragsbedingungen der Öffentlichen Hand, die diese zur Beschaffung von IT-Leistungen auf Basis der VOL/A und VOL/B einsetzt. Hierzu verhandelt regelmäßig eine Arbeitsgruppe des Kooperationsausschusses Automatisierte Datenverarbeitung Bund /Länder/Kommunaler Bereich (KoopA ADV), der auch der Seminarleiter angehört, unter Leitung des Bundesministeriums des Innern mit einer Verhandlungsdelegation des BITKOM. Nunmehr untersteht diese Arbeitsgruppe dem neu geschaffenen IT-Planungsrat. Die EVB-IT lösen seit 2002 nach und nach die Vorgängerbedingungen, namentlich die „Besonderen Vertragsbedingungen für die Beschaffung DV-technischer Anlagen und Geräte“ (BVB) ab. Sowohl im Bund als auch in den Ländern ist die Anwendung der EVB-IT bzw. der noch geltenden BVB aufgrund des Haushaltsrechts verbindlich vorgegeben. Für den Bund ergibt sich dies aus der Verwaltungsvorschrift zu § 55 BHO und in den Ländern aus entsprechenden Anwendungserlassen.

Die Teilnehmer des Seminars werden mit den Grundlagen der EVB-IT, den insoweit relevanten Vorschriften der VOL/A und VOL/B und den verschiedenen EVB-IT-Vertragstypen vertraut gemacht. Die verschiedenen AGB und die jeweiligen Vertragsformulare werden vom Seminarleiter vorgestellt und gemeinsam erörtert. Anhand von Beispielfällen soll die praktische Verwendung der EVB-IT geübt werden.

Themenüberblick:

Die Liste der zu behandelnden Themen sowie auch der Zeitrahmen werden jeweils in Abhängigkeit von den zu Beginn des Seminars von den Teilnehmern geäußerten Wünschen gestaltet, so dass es sowohl zu einer anderen Reihenfolge der Themen als auch zu unterschiedlichen Zeitansätzen für die Themenkreise kommen kann.

  • Anwendungsbereich, Abgrenzungen, Verhältnis zu VOL/B und BGB
  • Vertragssystematik, Aufbau und Struktur der EVB-IT
  • Die einzelnen EVB-IT im Überblick:
    • EVB-IT Überlassung Typ A und Typ B
    • EVB-IT Dienstleistung
    • EVB-IT Kauf
    • EVB-IT Pflege S
    • EVB-IT Instandhaltung
    • EVB-IT Systemvertrag
    • EVB-IT Systemlieferungsvertrag
  • Praxisübung: Abbildung eines Beispielfalls in den EVB-IT

Anmeldung

Hinweise zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Führungskräfte-Forums.